Gedichte

Vulkan

Da ist er wieder: Im Hals, der Kloß.
Und die Traurigkeit, die ist so groß.
Ich schluck sie runter, mache immer weiter.
Nur beim Essen, da ist es mir heiter.

Könnte heulen – doch weinen kann ich nicht.
Keine Träne will rollen über mein Gesicht.
Da ist dieser Kloß. Im Herzensraum.
Dunkel-düster ist er anzuschauen.

Wenn ich nun weinte – mit letzter Kraft?
Die Tränen sich bahnten mit aller Macht
ihren Weg in die Freiheit – laut und schrill –
wie ein Vulkan, der gar nicht aufhören will
Lava zu speien – feurig und wild,
Grenzen sprengend – ein neues Bild!

Nichts bliebe übrig, nur Asche und Rauch.
Den Kloß katapultiert‘s in den Himmel auch.
Dann wäre ich frei und flöge dahin
unbeschwert-fröhlich und in meinem Sinn.

 

📷Quelle: Yosh Ginsu (unsplash)

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